Mein erstes E-Auto · Begleitseite zum Buch

Aktuelle Links &
Empfehlungen

Alles, was sich zu schnell ändert, um es zu drucken – hier immer aktuell gehalten.

💡 Diese Seite verfolgt keine kommerziellen Interessen – keine Partnerlinks, keine Provisionen. Die mit „Meine Empfehlung“ oder „Meine Karte“ markierten Einträge nutze ich selbst. Die längeren Anbieterlisten (Stadtwerke, Herstellerdienste) sind eine Übersicht zur eigenen Orientierung, keine geprüfte Empfehlung jedes einzelnen Eintrags.
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Ich überlege noch

Erst testen, dann entscheiden – und was der Staat dazugibt

Auto-Abo – E-Auto ohne Verpflichtung ausprobieren

Warum ich das empfehle, erzähle ich im Buch – hier direkt die Anbieter, die ich selbst getestet habe oder die gut bewertet sind. Ein Auto-Abo bündelt Versicherung, Steuer, Wartung und Zulassung in einer festen Monatsrate, meist ohne Anzahlung und mit Laufzeiten zwischen wenigen Monaten und zwei Jahren – so lässt sich E-Mobilität risikofrei ausprobieren, bevor eine echte Kaufentscheidung ansteht.

Worauf achten: Vergleichen Sie die Gesamtkosten inklusive Kilometerpaket – Mehrkilometer können teuer werden. Manche Anbieter verlangen eine einmalige Bereitstellungs- oder Liefergebühr, andere nicht. Ein Blick auf die Mindestlaufzeit lohnt sich, wenn Sie wirklich nur kurz testen möchten.

Neuwagenförderung – bis zu 6.000 €

Seit dem 1. Januar 2026 gibt es wieder eine staatliche Förderung für den Kauf oder das Leasing eines E-Autos, gestaffelt nach Einkommen und Familiengröße. Anträge sind seit dem 19. Mai 2026 über die Förderzentrale Deutschland möglich – der Antrag läuft erst nach der Zulassung, spätestens 12 Monate danach.

Wichtig: Die genaue Förderhöhe hängt von Fahrzeugpreis, Haushaltseinkommen und Kinderzahl ab und kann sich ändern – deshalb hier bewusst keine Zahlen im Detail, sondern direkt die offizielle Quelle. Fragen Sie auch beim Autohaus nach, viele unterstützen bei der Antragstellung.

Neutrale Quellen & Kanäle zur Recherche

Neben meiner eigenen Erfahrung lohnt immer auch der Blick auf unabhängige, redaktionelle Quellen sowie Video-Kanäle und Podcasts – hier eine Auswahl, die ich selbst zur Orientierung nutze.

Unabhängige Ratgeber & offizielle Quellen

Zum Mitdenken: Neu-Modell-Präsentationen und Fahrevents werden meist vom Hersteller organisiert und bezahlt – Fahrzeug, Anreise, Rahmenprogramm inklusive. Das ergibt selten schonungslose Kritik. Kein Grund zum Misstrauen, aber ein guter Grund, mehrere Quellen zu vergleichen.

Zum Nebenbei-Hören

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Ich habe bestellt

Wallbox, Stromtarif, Apps und Ladekarte einrichten

Wallbox – Installation & Förderung

Ein Elektrofachbetrieb übernimmt die Installation – Kosten je nach Aufwand meist zwischen 500 und 1.500 €. Ab 11 kW muss die Wallbox beim Netzbetreiber angemeldet werden (macht der Elektriker mit).

Wichtig, wenn Sie keinen eigenen Stellplatz besitzen, sondern mieten: Die Bundesförderung „Laden im Mehrparteienhaus“ richtet sich an die Eigentümergemeinschaft (WEG), den Vermieter oder das Wohnungsunternehmen – nicht an einzelne Mieter direkt. Als Mieter können Sie aber den Anstoß geben (siehe WEG-Reform-Hinweis unten) und Ihren Vermieter auf die Förderung hinweisen.

Mieter & WEG: Seit der WEG-Reform 2020 haben Sie als Mieter oder Wohnungseigentümer einen gesetzlichen Anspruch auf eine Lademöglichkeit am eigenen Stellplatz. Der Vermieter darf nur über das Wie mitreden, nicht über das Ob.

Dynamische Stromtarife

Seit 2025 muss jeder Stromanbieter in Deutschland mindestens einen dynamischen Tarif anbieten – der Preis pro Kilowattstunde folgt dabei stündlich der Strombörse, statt das ganze Jahr fix zu sein. Nachts ist Strom oft besonders günstig, manchmal sogar kostenlos. Wer sein Auto ohnehin über Nacht lädt, kann damit nochmal sparen. Vorausgesetzt: ein intelligenter Stromzähler (Smart Meter) ist vorhanden oder wird vom Anbieter organisiert.

Lohnt sich das? Ohne eigene Photovoltaik-Anlage sind 5–15 % Ersparnis realistisch, mit E-Auto und flexiblem Ladeverhalten oft mehr. Ein Vergleichsrechner (z. B. bei den Anbietern selbst) zeigt in wenigen Minuten, ob es sich für Ihren Verbrauch lohnt.

Apps & Routenplanung

Das Navi Ihres Autos kann oft schon Ladestopps berechnen. Falls nicht – oder wenn Sie eine zweite Meinung möchten:

Zum Thema Ladekarten: Sie können sich jetzt schon einen Überblick verschaffen, welcher Anbieter zu Ihnen passt – die eigentliche Karte oder App richten Sie aber am besten erst kurz vor oder bei der Fahrzeugübergabe ein. Das dauert nur wenige Minuten, und ein Vertrag ohne Auto bringt ohnehin nichts. Die volle Übersicht finden Sie weiter unten bei "Ich fahre schon".
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Ich fahre schon

THG-Quote, Steuervorteile und laufende Ersparnis

THG-Quote – jedes Jahr Geld fürs Fahren

Einmal pro Jahr Ihren Fahrzeugschein hochladen, fertig – der Rest läuft automatisch. Die Auszahlung schwankt je nach Marktlage, deshalb lohnt sich ein kurzer Vergleich.

Wichtig: Antrag nur bis ca. Mitte November des laufenden Jahres möglich – danach verfällt die Prämie für dieses Jahr. Erinnerung im Kalender setzen!

Meine Empfehlung

Mit dem richtigen Tarif laden Sie am Schnelllader oft 40–60 % günstiger als ohne Vertrag. Ich selbst komme mit zwei Karten fast überall durch: einer EnBW-Karte und meiner MB.CHARGE-Karte (Mercedes-Benz) – es lohnt sich immer, auch beim eigenen Fahrzeughersteller nach einem Ladetarif zu schauen, oft ist der überraschend gut. Beide zusammen decken über Roaming den Großteil meines Ladebedarfs ab.

Und lokal, langsam, spontan? Für kurzes AC-Laden beim Einkaufen oder unterwegs lohnt sich oft gar keine Karte, sondern Ad-hoc-Zahlung direkt an der Säule (Kreditkarte/Girocard) – zum Beispiel bei Aldi oder an TankE-Säulen ist das meist der einfachste und günstigste Weg, ganz ohne Vertrag.
Und Ihre Stadtwerke? Die meisten deutschen Stadtwerke hängen am ladenetz.de-Verbund (260+ Mitglieder) – eine Karte vom Stadtwerk Ihres Vertrauens funktioniert damit an fast allen Ladesäulen bundesweit, oft zu einem günstigeren Preis als bei den großen überregionalen Anbietern. Ein Anruf oder Blick auf die Website Ihrer Stadtwerke lohnt sich, bevor Sie sich für einen der großen Anbieter entscheiden.

Was ist Roaming – und wo klappt es nicht?

Eine einzige Ladekarte oder App funktioniert an sehr vielen fremden Ladesäulen – das nennt sich Roaming. Ihr Anbieter hat Verträge mit anderen Netzen geschlossen, sodass Sie dort laden können, auch wenn die Säule nicht "Ihrem" Anbieter gehört. Der Haken: An fremden Säulen zahlen Sie fast immer einen höheren Roaming-Aufpreis statt des günstigen Haustarifs.

Vier bekannte Namen spielen dabei nach eigenen Regeln und sind nur eingeschränkt Teil des großen Roaming-Verbunds:

Praktisch heißt das: Für den Alltag reicht fast immer eine gute Roaming-Karte (z. B. EnBW oder Ihre Stadtwerke). Wer regelmäßig an Ionity, Fastned, Aral pulse oder Tesla-Superchargern lädt, kann mit einer Zweitkarte oder -app dort zusätzlich sparen.

Alle Anbieter im Überblick

Wer sich lieber selbst ein Bild machen möchte, statt meiner Empfehlung zu folgen: Hier die vollständige Liste, sortiert nach überregionalen Netzen, lokalen Stadtwerken und Herstellerdiensten.

Diese Liste ist bewusst nicht vollständig – der Markt ist groß und in stetiger Bewegung. Fehlt Ihr Lieblingsanbieter, oder kennen Sie einen guten lokalen Tarif? Schreiben Sie mir einfach kurz an mein-erstes-eauto@gmx.de – ich nehme gute Hinweise gerne mit auf.
Überregionale Netze & Anbieter Autobahn, deutschlandweit +
EnBW mobility+ Größtes Ladenetz im DACH-Raum, Marktführer, gute App.
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Aral pulse An Aral-Tankstellen und darüber hinaus, starkes Schnelllade-Netz. Keine Blockiergebühr am eigenen Netz (siehe Blockiergebühr-Überblick weiter unten).
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Shell Recharge An Shell-Stationen sowie großes Roaming-Netz. Seit April 2026 mit Blockiergebühr (siehe Blockiergebühr-Überblick weiter unten).
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Ionity Reine Schnelllader (HPC) an Autobahnen, bis 350 kW. Teil der Spark-Allianz mit Fastned, Electra und Atlante.
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Fastned Eigene Schnelllade-Stationen, gut ausgebaut entlang der Autobahnen.
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Electra Junges, schnell wachsendes Schnelllade-Netz aus Frankreich. Faire, bedarfsabhängige Standgebühr (siehe Blockiergebühr-Überblick weiter unten).
🟠
Allego Europaweites Ladenetz, auch an Supermärkten und Parkplätzen zu finden.
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E.ON Drive Bundesweites Ladenetz eines großen Energiekonzerns.
💚
LichtBlick Ökostrom-Anbieter mit eigenem Ladetarif "E-Auto Unterwegs" – über 600.000 Ladepunkte europaweit per App oder Karte.
🅿️
EZE.network Auf AC-Laden spezialisiertes Netz, besonders stark im Raum Stuttgart und München – oft an Supermärkten und Parkplätzen.
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EWE Go Einheitstarif egal ob AC oder DC – simple Preisstruktur.
🔴
ADAC e-charge Für ADAC-Mitglieder attraktiv, läuft technisch über Aral pulse.
🟨
Maingau Autostrom Ohne Grundgebühr, günstiger für bestehende Maingau-Kunden.
🏘️
ladenetz.de Bundesweite Ladekarte des Betreibers SMART/LAB, gestützt auf ein Netzwerk aus über 270 Stadtwerken und Energieversorgern – funktioniert wie eine reguläre überregionale Karte.
Lokale Anbieter & Stadtwerke rund 50 Städte, oft günstiger vor Ort +

Viele Stadtwerke bieten Bestandskunden (Strom- oder Gasvertrag) zusätzlich günstigere Vorteilstarife – ein Anruf lohnt sich (siehe auch ladenetz.de im Akkordeon „Überregionale Netze & Anbieter" weiter oben).

Nord & Nordwest Hamburg, Bremen, Hannover …+
West & Ruhrgebiet (NRW) Köln, Düsseldorf, Dortmund …+
Mitte & Rhein-Main Frankfurt, Wiesbaden, Kassel …+
Süd (Bayern & Baden-Württemberg) München, Stuttgart, Nürnberg …+
Ost & Berlin Berlin, Leipzig, Dresden …+
Ihre Stadt fehlt? Fast jede Stadt ab ca. 50.000 Einwohnern hat ein eigenes Stadtwerke-Ladeangebot. Schreiben Sie mir die Stadt an mein-erstes-eauto@gmx.de – ich nehme sie gerne mit auf.
Herstellereigene Ladedienste alle großen Marken auf einen Blick +

Fast jeder Hersteller bietet einen eigenen Ladedienst mit Karte und App an – praktisch, weil alles aus einer Hand kommt und oft direkt im Fahrzeug integriert ist.

Gut zu wissen: Viele dieser Dienste laufen technisch über denselben Dienstleister (Digital Charging Solutions, DCS) – die App sieht je nach Marke anders aus, das Netz dahinter ist oft dasselbe. Achten Sie auf Plug & Charge: Damit authentifiziert sich das Auto automatisch übers Kabel, ganz ohne Karte oder App.
MarkeLadedienst
VW, Audi, Cupra, Seat (Elli-Basis)Elli / VW Charging
ŠkodaŠkoda Powerpass
PorschePorsche Charging Service
Mercedes-BenzMB.CHARGE Public
BMW, MINIBMW Charging
Opel, Peugeot, Citroën, Fiat, Jeep, DS u. a. (Stellantis)Free2move Charge
HyundaiCharge myHyundai
KiaKia Charge
GenesisGenesis Charging
Renault, Dacia, AlpineMobilize Charge Pass
FordFordPass / BlueOval Charge
Toyota, LexusToyota Charging Network
NissanNissan Charge
VolvoVolvo Ladedienst
PolestarPolestar Charge
TeslaTesla Supercharger & App
MG, BYDkein eigenes Netz – Roaming-Karte nutzen
Marke fehlt? Der Markt verändert sich schnell – schreiben Sie uns unter mein-erstes-eauto@gmx.de, wir ergänzen gerne.

Blockiergebühr: Wer nimmt keine, wer eine Sonderregel?

Die meisten Anbieter berechnen nach drei oder vier Stunden Standzeit eine Gebühr pro Minute, um Ladepunkte freizuhalten. Aber es gibt Ausnahmen, faire Sonderregeln – und auch Anbieter, die deutlich strenger sind als der Durchschnitt. Eine Übersicht, sortiert vom kulantesten zum strengsten Modell:

AnbieterRegelung
Aral pulse / bp pulseKeine Blockiergebühr am eigenen Netz
IONITYKeine Blockiergebühr
Tesla SuperchargerKeine feste Zeitgrenze – Gebühr nur, wenn die Station zu über 50 % ausgelastet ist; 5 Minuten Karenz nach Ladeende
ElectraNur fällig, wenn der Akku über 80 % UND die Station ausgelastet ist – bei ruhiger Station beliebig lange kostenlos stehen bleiben
AllegoErste 45 Minuten nach Ladeende gebührenfrei
Ladeverbund+ (Nordbayern)An AC-Ladepunkten nachts (20–8 Uhr) ausgesetzt, an Schnellladern gilt sie rund um die Uhr
Berliner StadtwerkeNächtliche Gebühr (22–6 Uhr) seit 1.7.2025 an AC-Ladepunkten komplett abgeschafft
EnBW mobility+Standard: 10 ct/Min ab 4 Std. Standzeit, gedeckelt auf 12 €
Maingau AutostromStandard: 10 ct/Min, AC ab 3 Std. / DC ab 1 Std., gedeckelt auf 12 €
Shell RechargeSeit 30.4.2026 neu eingeführt: 15 ct/Min ab 60 Min, ohne Deckel – zusätzlich 0,35 € Transaktionsgebühr pro Ladevorgang (max. 7 €/Monat)
EWE Go2025 neu eingeführt (vorher gebührenfrei)
BMW ChargingStrenger als der Durchschnitt: schon ab 90 Min (AC) bzw. 3 Std. (DC) 20–26 ct/Min
Rechtlich gesehen: Blockiergebühren sind in Deutschland bisher nicht gesetzlich reguliert; ein Amtsgericht (Karlsruhe) hat entsprechende AGB-Klauseln als grundsätzlich wirksam bestätigt. Die Bundesregierung will sich über die EU-AFIR-Reform für ein Verbot nächtlicher Blockiergebühren einsetzen – das ist aber noch kein geltendes Recht.
Zwei Beispiele, die sich gerade drehen: Shell Recharge und EWE Go hatten lange keine Blockiergebühr an eigenen Stationen – beide haben sie 2025/2026 neu eingeführt. Das zeigt: Diese Tabelle hat ein Verfallsdatum. Vor jeder längeren Standzeit lohnt ein Blick in die App des jeweiligen Anbieters.

Steuerfreies Laden beim Arbeitgeber

Wer sein privates E-Auto zusätzlich zum Gehalt an der betrieblichen Ladesäule aufladen darf, zahlt dafür weder Einkommensteuer noch Sozialabgaben – geregelt in § 3 Nr. 46 EStG, befristet bis Ende 2030.

Praxistipp: Zeigen Sie Ihrem Arbeitgeber diesen Paragraphen – viele wissen noch nicht, dass das für beide Seiten kostenneutral ist. Der Arbeitgeber zahlt keine Lohnsteuer, Sie zahlen keine Einkommensteuer.

E-Kennzeichen & Umweltplakette – aktueller Stand

Das E-Kennzeichen selbst ist wie im Buch beschrieben freiwillig und kostenlos. Bei der Umweltplakette bewegt sich gerade etwas: Die Bundesregierung hat am 16. Juli 2026 im Rahmen eines Bürokratieabbau-Pakets beschlossen, die Plakettenpflicht für Fahrzeuge mit E-Kennzeichen komplett abzuschaffen – das E-Kennzeichen soll dann allein als Nachweis für Umweltzonen reichen. Die konkrete Umsetzung erfolgt über eine Änderung der 35. Bundes-Immissionsschutzverordnung und stand zum Zeitpunkt dieser Aktualisierung noch aus. Bis dahin gilt weiterhin: In Bayern wird das Fehlen der Plakette bei E-Autos schon jetzt nicht geahndet, in allen anderen Bundesländern ist die grüne Plakette noch Pflicht.

Bis zur Umsetzung: Wer außerhalb Bayerns in eine Umweltzone fährt, sollte vorerst weiter die grüne Plakette nutzen – sie kostet einmalig 5 bis 20 Euro bei Zulassungsstelle, TÜV/Dekra oder vielen Werkstätten.

Bidirektionales Laden – der aktuelle Stand

Immer mehr E-Autos können nicht nur laden, sondern auch Strom zurückgeben – ins eigene Haus (V2H, Vehicle-to-Home) oder ins Stromnetz (V2G, Vehicle-to-Grid). Die wichtigsten rechtlichen Hürden dafür sind in Deutschland inzwischen gefallen: Seit November 2025 regelt die EnWG-Novelle die Rahmenbedingungen, seit 1. Januar 2026 entfällt die frühere Doppelbelastung bei Netzentgelten, die das Ganze bisher unwirtschaftlich gemacht hat. Ab April 2026 sollen die technischen Mess- und Steuerungsregeln (MiSpeL) greifen, ergänzt durch eine neue VDE-Anschlussnorm von März 2026.

Praktisch heißt das: Die Technik ist noch nicht bei allen Modellen und Wallboxen verfügbar, aber die regulatorischen Grundlagen stehen jetzt. In den kommenden Jahren dürfte sich hier viel bewegen – vom eigenen Auto als Hausspeicher bis zur netzdienlichen Vergütung fürs Rückspeisen.

Laden im Ausland – die wichtigsten Anbieter je Land

Fast überall in Europa funktioniert das Laden genauso einfach wie zu Hause – dank Roaming laden Sie mit Ihrer gewohnten deutschen Karte oder App auch jenseits der Grenze. Wer zusätzlich einen guten lokalen Favoriten sucht: Diese Anbieter haben laut ADAC aktuell das jeweils größte Netz.

LandGrößter AnbieterBezahlung / AppKurzhinweis
ÖsterreichSMATRICS (Kooperation mit EnBW)SMATRICS-AppGrößtes Schnellladenetz, stark entlang der Autobahnen
Schweizswisscharge.chevpass RFID/App, TCS eCharge deckt CH+EU abNicht in der EU – eigene Roaming-Logik, Preise in CHF
FrankreichFreshmile ServicesShellRecharge RFIDTotalEnergies stark an Tankstellen; Lidl/Leclerc oft kostenlos AC beim Einkauf
ItalienEnel X WayJuicePass App, DUE Energie RFIDNorden (Südtirol/Trentino) dicht ausgebaut, Süden dünner
NiederlandeEVBoxShellRecharge RFIDDichtestes Ladenetz Europas – kaum Reichweitensorgen
PolenElocityShellRecharge RFID, GreenWay ebenfalls verbreitetGrenznähe und Landesmitte gut ausgebaut, ländlich dünner
TschechienPražská energetika (PRE)PREpoint, EnBW-Roaming verbreitetGute Anbindung Richtung Prag und Grenzregion
KroatienELEN (staatlicher Versorger HEP)ELEN Charge AppGut rund um Zagreb, an der Küste dünner – Slowenien als Transitland gut ausgebaut
DänemarkCLEVERShellRecharge RFIDGutes Tor nach Skandinavien, v. a. entlang der Fährrouten
NorwegenMer NorwayPlugSurfing RFID/AppWeltweit dichtestes Ladenetz, reduzierte Maut- und Fährpreise für E-Autos
Tipp für die lange Tour: Auf Autobahnrouten quer durch Europa lohnt sich oft ein Abo bei IONITY – dichtes Netz an Raststätten in vielen der genannten Länder, und mit Abo meist deutlich günstiger pro Kilowattstunde als im Ad-hoc-Tarif. Rechnet sich meist schon ab wenigen Ladestopps im Monat.
Schweiz und Norwegen: Beide Länder gehören nicht zur EU. Die großen Roaming-Verbünde funktionieren trotzdem meist zuverlässig, aber Tarife und Abrechnung können vom EU-Ausland abweichen (Schweiz: CHF statt Euro).

Kfz-Steuerbefreiung

Reine E-Autos sind bis zu zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit, wenn sie bis Ende 2030 erstmals zugelassen werden – die Befreiung selbst läuft in jedem Fall spätestens Ende 2035 aus.

Diese Seite begleitet das Buch „Mein erstes E-Auto" von Klaus.
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